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Poker

4.567 Byte hinzugefügt, 15:37, 1. Aug. 2009
Auch sollte niemals um echtes Geld sondern nur um Jetons gespielt werden. Denn neben der Tatsache, dass Glücksspiel in Deutschland illegal ist, schwindet der Spaß sehr schnell, sobald einer verliert. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Bei Geld endet die Freundschaft“.
 
 
==Wie berechnet man die Outs beim Pokern?==
===Einleitung===
Viele Leute die einige Male gepokert haben, wundern sich warum Sie mit guten Händen trotzdem verlieren. Dies liegt natürlich daran, dass man das Spiel noch nicht gut genug kennt im Gegensatz zu den Gegnern. Um das Spiel zu lernen muss man viele, ja sogar sehr viele Hände sehen, also sehr viel Spielen und trotzdem nicht vergessen, dass jedes Spiel ein neues Spiel ist, die Karten haben "kein Gedächtnis".
 
===Aufbau des Decks===
Ein wichtiger Aspekt um zu gewinnen, sind die Outs. Sie sind eigentlich sehr einfach zu errechnen. Man muss eigentlich nur wissen wie viele Karten in einem Pokerdeck sind.
Ein Deck besteht aus 52 Karten und stellt folgendermaßen zusammen:
 
Ass (A=As), König (K=King), Dame (Q=Queen), Junge (J=Jack), 10 (T=Ten), 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2
 
und diese Zahlen gibt es in den 4 Farben: Kreuz (Spades), Herz (Hearts), Karo (Diamonds), Pik (Clubs)
 
Hierraus folgt, dass es in jeder Farbe 13 Karten gibt.
 
Das ist eigentlich auch schon die wichtigeste Vorraussetzung zur Errechnung der Outs.
 
==Erklärung==
Nun überlegt man sich welche der unbekannten Karten einem weiterhelfen könnte.
Hat man z.B. den Jungen und die Dame in Kreuz auf der Hand, helfen einem auf den Flop 8, 9, 10 oder 10, K, A zu Straßen, 3 weitere Kreuz zu einem Flush, jeder weitere Junge zum Päarchen oder sogar Drillinge bzw. Vierling und das selbe Spiel gilt natürlich auch für die Dame. Wenn Dame und Junge kommen kann auch noch ein Full House entstehen.
In unserem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Hand eine Gruppe oder besser wird, 20%.
 
===Flop===
Durch den Flop wird die Berechung der Outs um einiges einfacher, da die meisten Draws (Draws sind Karten, die man noch braucht um z.B. eine Straße zu bekommen) wegfallen.
Man sieht nun ingesamt 5 Karten und überlegt erneut, welche Karten man braucht um eine Straße, Flush, etc. zu bekommen.
Nehmen wir das Beispiel von oben, QJ in Kreuz, und einen Flop von 9 in Herz, König in Kreuz und 3 in Kreuz.
Nun gibt es einige Outs. Schauen wir uns zu erst die Straßen-Outs an. Uns fehlt eine 10 zur Straße. Es gibt 4 10er im Deck. Das heißt meine Outs sind in diesem Fall 4, "für jede 10 1 Out".
Nun gibt es in diesem Fall nun mehr Outs, und zwar die Flush-Outs. Das Deck hat 13 Karten pro Farbe, 2 Kreuz haben wir auf der Hand, 2 leigen im Flop, das heißt 9 weitere Kreuz befinden sich im Deck (Es können natürlich auch welche bei Gegnern auf der Hand sein, da wir das jedoch nicht wissen, berücksichtigen wir es auch nicht.) Also haben wir nun 9 weitere Outs, die Flush-Outs.
Insgesamt haben wir nun 13 Outs auf starke Hände und 2 weitere Karten kommen noch.
Es gibt natürlich auch noch die Chance, dass ein Junge oder eine Dame kommen könnten, jedoch sind diese alleine nicht mehr stark genug, da bereits ein König im Spiel ist, welcher zu einem höheren Päarchen führen kann für einen Gegner und er sie somit besiegen würde.
 
===Turn===
Dies kann man nun mit allen beliebigen Händen/Flops ausprobieren. Durch den Turn (4. Karte) ändert sich eigentlich nichts am Prinzip, sondern nur an der Wahrscheinlichkeit. Wie man diese ausrechnet folgt noch in dem nächsten Abschnitt.
 
==Die Wahrscheinlichkeit==
Um die Wahrscheinlichkeit zu errechnen, nimmt man nun die bekannten Karten, also bei Texas Holdem die 2 Karten, welchem man am Anfang ausgeteilt bekommen hat, und die Karten, welche bisher auf dem Tisch liegen, also Flop (ersten 3) und Turn (4. Karte).
Diese bekannten Karten zieht man von dem Deck ab, also von den 52. D.h. vor dem Flop sind es 50, beim Flop 47 und beim Turn 46.
Diese Zahlen beschreiben nun also noch die Anzahl an Karten im Deck.
Als 2. nimmt man alle Outs und zählt diese zusammen.
Nun teilt man die Outs durch die Anzahl der übrigen Karten des Decks und kommt somit auf die Wahrscheinlichkeit, dass aus der Hand noch was besseres wird.
In unserem Fall, wäre es 13/47 also 27,7% auf einen Flush und/oder eine Straße für den Turn. Vom Turn zum River wäre die Wahrscheinlichkeit dann 28,3% und für beide zusammen, 48,1%.
 
==Nachwort==
Dies ist natürlich nur ein weitere Aspekt, den man beim Pokern wissen sollte. Um ein "Gewinner" zu werden, ist es sehr wichtig die Outs anzuschauen und/oder zu berechnen. Natürlich braucht er auch eine gute Hand, Glück und vieles mehr. Auch die Psychologie sollte beachtet werden.
 
Es gibt keine 100% Gewinn-Strategie, man kann aber mit Erfahrung viel Gewinn machen.
 
Ich wünsche ein gutes Blatt, und hoffe es hat Ihnen etwas geholfen.
MFG
JPI
Sichter, Administrator
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