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Malefiz

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Kurzinfos
Schotte.jpg Spielehersteller Ravensburger
Schotte.jpg Spieleerfinder Werner Schöppner
Schotte.jpg Spieljahr 1960
Schotte.jpg Spieldauer 60
Schotte.jpg Spieleranzahl 2-4
Schotte.jpg Spieleralter 6-
Schotte.jpg Preis des Spiels ca. 14 Euro


Das Spiel[Bearbeiten]

Zwei bis vier Spieler versuchen, mit ihren fünf Spielsteinen von ihren Startpositionen unten auf dem Brett bis nach oben auf den Zielpunkt zu gelangen. Die gewürfelte Zahl bestimmt, wie viele Felder ein Spielstein nach vorne gesetzt werden darf. Die Spieler versuchen dabei, andere Mitspieler zu behindern, wieder auf den Ausgangspunkt zurückzuwerfen oder ihnen weiße Blockiersteine in den Weg zu legen. Um einen Blockierstein oder einen gegnerischen Spielstein zu schlagen, muss ein Spieler eine exakt passende Augenzahl würfeln. Daher kann es sein, dass ein Spieler über mehrere Runden hinweg keinen seiner blockierten Spielsteine bewegen kann.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Malefiz leitet sich her von lat. maleficus (boshaft, übel handelnd, gottlos) bzw. lat. maleficium (Frevel, Verbrechen, wörtlich: „schlechte Tat“). Der Name des Spiels, das nach den Angaben des Erfinders den Namen Räume und Warte oder Sperrenknacker oder auch Die roten Stopper tragen sollte, wurde von Karl Maier, Sohn des Verlegers Otto Maier, in Malefiz abgeändert. Angeblich soll der Name auf einen Ausruf der Ehefrau des Verlagseigners Otto Maier bei einem Probespiel „Du bist ein echter Malefiz“ zurückgehen.


Geschichte[Bearbeiten]

Das Malefiz-Spiel ist eine entfernte Variante des indischen Pachisi-Spiels.

Ein Grund für die Beliebtheit von Malefiz ist sein nahezu unverändertes Design. Im Original des Ravensburger-Verlags entsprechen die vier Spielparteien den vier Figuren auf der Spieleschachtel: Rot ist ein Revolverheld, Grün eine Dame mit Cocktailkleid , Gelb eine Dame mit Haarschleife, Blau ist ein alter Mann mit grauem Bart. Dieses Design war zunächst bei der Vorstellung des Spiels auf der Spielwaren-Messe 1960 in Nürnberg umstritten.

Spielanleitung[Bearbeiten]

Ziel des Spieles[Bearbeiten]

Der Spieler, der es als erstes schafft, eine seiner fünf Spielfiguren mit direktem Wurf ins Zielfeld zu bringen, gewinnt.

Spielaufbau[Bearbeiten]

Jeder Mitspieler bekommt 5 Spielfiguren einer Farbe. Die Figuren müssen dann auf die farblich markierten Spielfelder gestellt werden. Hat ein Spieler z. B. 5 rote Spielfiguren, muss er diese auf die roten Spielfelder stellen. Die Sperrsteine (weiße, runde Steine) werden auf die „Lauffelder“ (die rot markierten Spielfelder) gestellt.

Spielanfang[Bearbeiten]

Nun darf jeder Spieler einmal würfeln. Wer die höchste Zahl gewürfelt hat, fängt an dann im Uhrzeigersinn . Ist es unentschieden, wird zwischen den Betreffenden nochmal gewürfelt, bis der Spielstarter feststeht. Die Figuren beginnen alle auf dem ersten schwarzen Spielfeld, das vor dem jeweiligen bunten Ausgangsfeld liegt. Die bunten Ausgangsfelder werden nicht mitgezählt.

Spielfiguren bewegen[Bearbeiten]

Nachdem man gewürfelt hat, muss man die volle Punktzahl mit seiner Spielfigur rücken. Die Spielfiguren können vorwärts, rückwärts und seitlich gerückt werden. Innerhalb eines Zuges darf man nicht vor und dann gleich wieder rückwärts rücken. Nach einer gewürfelten 6 wird nicht noch mal gewürfelt. Alle Spielfiguren dürfen übersprungen werden, das gilt für fremde sowie die eigenen Figuren. Das übersprungene Feld wird immer mitgezählt. Man darf alle seine Spielfiguren nach und nach ins Spiel bringen, muss es aber nicht.

Die Sperrsteine[Bearbeiten]

Die Sperrsteine (Barrikaden) sind für den Spielverlauf von taktischer und strategischer Bedeutung, da sie nicht übersprungen werden können. Trifft man aber mit einem Wurf genau auf das Spielfeld, darf man den Sperrstein nehmen und auf ein anderes, beliebiges Spielfeld – außer denen in der untersten Reihe – legen. Der Spielwitz besteht zu einem großen Teil darin, mit Sperrsteinen gegnerischen Spielfigurgen den Weg zu erschweren, oder sich selbst zu schützen.

Schlagen einer Spielfigur[Bearbeiten]

Jedes Spielfeld darf nur von einer Spielfigur besetzt sein. Kommt ein Spieler mit seiner Figur auf ein belegtes Feld, darf man die andere Figur auf deren jeweiliges Ausgangsfeld zurücksetzen. Von hier aus darf die Spielfigur aber wieder von vorn ins Spiel eingebracht werden.


Links[Bearbeiten]